GEMEINSAM WACHSEN

Der perfekte Start ins Schulleben

Die Geschichte unserer Schule

Vor über 400 Jahren erließ der Bayernherzog Albert V. die erste Schulordnung. Da zu dieser Zeit noch keine politischen Gemeinden bestanden, erging diese Anordnung an die dafür zuständigen Pfarren. Lernfähige Kinder sollten in den Herbst-, Winter- und Frühlingsmonaten in den wichtigsten Fächern – Lesen, Schreiben, Rechnen und Religion – unterrichtet werden.

In Taufkirchen/Pram, das damals zu Bayern gehörte, übergab der Pfarrer den Lehrauftrag an den Messner. Als Schulhaus diente das Messnerhaus gegenüber der Kirche (im heutigen Stadler-Park gelegen). Als erster mit Namen bekannter „Schulhalter“ scheint in der Pfarrmatrik von 1672 Jakob Engelbrecht auf. Diese Schulhalterstelle blieb bis 1813 in dieser Familie erblich.
Über 250 Jahre war das hölzerne Messnerhaus zugleich Schulhaus.

1779, als das Innviertel zu Österreich kam, war auch hier bereits die Schulpflicht eingeführt. Bald musste eine zweite Klasse geschaffen werden. Leider sind keine Aufzeichnungen bekannt, wo diese Klasse untergebracht war. Nach der Überlieferung sollte es das Haus in Furth 6 (Kottbauer-Friedl) gewesen sein. Die Schulpflicht wurde in weiterer Folge auf 4 bzw. 6 Jahre erweitert. Das hatte jeweils einen Anstieg der Schülerzahlen zur Folge und war im Schulgebäude mit größerem Raumbedarf verbunden.

1839/40wurde das erste Taufkirchner Schulgebäude errichtet, im Jahr 1887 wurde es vergrößert.Nach dem 2. Weltkrieg besuchten jährlich 400 bis 450 Kinder unsere Schule. Die Raumnot war so groß, dass die Klassen auf drei Gebäude verteilt waren (alte Schule, „Taubenkobel“, Stall des Pfarrhofes). 
1945wohnten gleichzeitig 130(!) Flüchtlingskinder in zwei Klassenräumen und wurden in zwei separaten „Flüchtlingsklassen“ unterrichtet. Mit Beginn des Schuljahres 1945/46 blieben die Kinder in denselben Klassen wie im Schuljahr 1944/45, da sie in diesem Schuljahr nur 9 Wochen Unterricht hatten. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Schulpflicht auf 8 Jahre ausgedehnt.
1951Grund für einen Schulneubau wurde angekauft und unmittelbar danach mit dem Bau einer 12-klassigen Volksschule begonnen.
1953Einweihung des neuen Volksschulgebäudes, das alte wurde als Gemeindewohnbau weiterverwendet
1958 Eröffnung des neuen Hauptschulgebäudes 
1971 Erweiterungsbau (VS/ HS)
1979Das Haus Taufkirchen 12 – Volksschulgebäude seit 1839 – wurde abgetragen, an seiner Stelle entstand der Neubau der Raiba Taufkirchen.
2004Ein Neubau der beiden Schulen (VS und HS), Musikschule und Heimatstube ist bewilligt und sollte in den nun folgenden Jahren durchgeführt werden.
2007Das alte Schulgebäude wird nach 54 Jahren abgerissen. Der Schulbetrieb wird in Containern (westlich der Firma Högl& Lorenz Shoe Fashion Group) weitergeführt
2009Die neue Schule ist bezugsfertig und wird im Juni eingeweiht.

Zeitgeschichtliches ab dem Schuljahr 1948

1948/49Das neue Schuljahr beginnt mit 6 Stammklassen, 4 Parallelklassen und 2 Klassen Flüchtlingsschule.
1948

Herbst:
Die Schule hat Heilkräuter gesammelt:
11,05 kg Hirtentäschel
11,00 kg Schafgarben
3,80 kg Birkenblätter
1,50 kg Himbeerblätter

Weihnachten:
Die amerikanische Armee und das amerikanische Rote Kreuz haben auch heuer wieder den Schülern eine Weihnachtsfreude bereitet. Am Dienstag, dem 21. Dez. war eine bescheidene Weihnachtsfeier beim Steininger (Anm.: GH Kirchenwirt).

1949Schulschluss: An unserer Schule unterrichteten:
Dir. Ruttenstock Karl
Schefl Irmgard
Hainzl Ottile
Scheer Heribert
Hermann Dorothea
Stockinger Eugenie
Salletmayr Ernst
Weinzierl Robert
Flach Johanna
Witzmann Marie
Polagnoli Hilde
Schott Herberta
1949/50Kartoffelkäfer:
Dieser gefräßige Schädling tritt nun auch bei uns schon auf. An den einzelnen, behördlich vorgeschriebenen Suchtagen wurden ziemlich im ganzen Gemeindegebiet Käfer und Larven gefunden.
1950/51Der Schüler Sebastian Bilger – 3. Klasse – machte bei einem europäischen Schüler-Zeichenwettbewerb, ERP-Wettbewerb, in Wien den 12. Preis, in Paris wurde seine Zeichnung mit dem 6. Preis ausgezeichnet, welcher ihm 2600S einbrachte. (Anm.: Sebastian Bilger ist der Sohn von Ferdl Bilger, also ein Neffe von Margret Bilger. Er lebt heute in Graz).
1951/52Wegen der stark verbreiteten Maul- und Klauenseuche wurde unsere Schule (so wie zahlreiche andere in Oberösterreich) auf 2 Wochen gesperrt (16. – 29. März 1952).
1952Am Montag, dem 5.Mai 1952 wurde mit dem Schulbau begonnen. Eine gewaltige Erdbewegung für Grundmauern und Kellerräume stellt den ersten Arbeitsabschnitt dar. Mit der Ölbohrung wurde im Laufe des Jahres 1952 Schluss. Aus den alten Bohrlöchern war nichts mehr herauszuholen. Die Versuchsbohrungen in der näheren und weiteren Umgebung waren sämtliche ergebnislos. 
August: Gleichenfeier des neuen Schulgebäudes.
1953Taufkirchen trauert um eine verdienstvolle Lehrerin, Frl. Monika Gerngroß. 30 Jahre als Lehrerin, 50 Jahre in Taufkirchen ansässig. Sie war Ehrenbürgerin der Gemeinde Taufkirchen/Pram seit Juli 1936.
1953/54Zum Schulbeginn wurde eine gemischte Hauptschule errichtet. Sie ist vorläufig im alten Volksschulgebäude untergebracht. Aus der Volksschule traten diesmal außer den Schülern der 4. Klassen auch Schüler der 5., 6. und sogar der 7. Schulstufe in die Hauptschule über.
1954

Am Faschingssonntag (28.2.1952) bot sich den Taufkirchnern ein eigenartiger Anblick. Wer den mächtigen weißen Berg beim Wehr der Pram von ferne sah, konnte sich nicht erklären, was das sein sollte. Schnee? Eis? Unmöglich! Ja, was dann? Niemand in Taufkirchen hatte so etwas jemals gesehen. Wer in die Nähe kam, merkte, wie sich der Berg ständig bewegte; es war lauter Schaum. 

Die Woche vom 5. bis 12 Juli 1954 brachte ein katastrophales Hochwasser. Die Donau stieg weit über die Marke von 1899. 

Unsere heimische Künstlerin, Frau Margret Bilger, hat immer größere Erfolge und macht immer mehr von sich reden.

1954Über Konferenzbeschluss hielten wir am Sonntag, den 22. Mai 1955 erstmals einen Sprechtag für die Eltern ab, der viel Anklang fand.
1956

Prof. Pater Doninger wird als Heimatdichter immer mehr beachtet. Im Oktober kamen bei einem Heimatabend in Linz seine Gedichte zur Geltung und bald darauf auch in einer Radiosendung.

 Da Frau Margret Bilger im Haus in Leoprechting eine nur sehr beengte Wohnung und Arbeitsmöglichkeit  besitzt – kein Atelier – stellt ihr die Schulleitung immer wieder einen Klassenraum oder das Konferenzzimmer zur Verfügung. Frau Bilger zeichnet hier ihre Entwürfe für die Glasfenster auf aneinander geklebte Bogen Packpapier, die oft der Höhe der anzufertigenden Kirchenfenster entsprechen, eine Länge von 6 bis 8 m haben.

1958

Gutes Quellwasser in reichlicher Menge wurde am Südhang des Burgstalles erbohrt und wird Taufkirchen zugeleitet werden.

Fachlehrer Salletmayr Ernst und Fachlehrer Grims machten in den vergangenen Ferien 1957 eine Reise mit dem eigenen Auto durch Schweden bis nach Lappland hinauf. An Hand von Lichtbildern erzählten sie nun im Rahmen eines Vortrages im Gasthaus Stadler über ihre Erlebnisse.

Am Sonntag, den 19. Oktober war es endlich soweit: Die neue Hauptschule konnte eröffnet und eingeweiht werden.

1958/59Unser liebes, altes Schulhaus, durch welches die ganze jetzt lebende Generation gegangen ist und dabei die ehrwürdige Holzstiege tief ausgetreten hat, dieses Haus wurde im Laufe des Winters und Frühlings für Wohnungen adaptiert, nachdem die Hauptschule ihr eigenes neues Gebäude im Herbst bezogen hat. Im Zusammenhang damit sei auch erwähnt, dass der Fahrradhändler Kottbauer in Furth, vulgo Friedl, sein ehemaliges kleines Holzhaus abgerissen und an dessen Stelle eine moderne Werkstatt errichtet hat.
Dieses Holzhaus soll das erste Schulhaus gewesen sein, welches Taufkirchen seinerzeit baute; es stand im heutigen Stadler-Garten neben der Straße, gegenüber dem Maierhof. Am Gebälk war deutlich zu erkennen, dass es schon einmal abgerissen und wieder zusammengefügt worden war.
Hinweise, Jahreszahlen etc., dass es die frühere Schule sei, fanden sich allerdings nicht. Nun wandert die ehemalige „Einklassige“ den letzten irdischen Weg durch den Rauchfang.
1959/60Im Laufe des Oktobers wurde das alte Schmiedhaus neben der Gemeinde, eine frühere Schmiede, mit Hausnummer 3 eines der ältesten Häuser von Taufkirchen, abgetragen, Im Laufe des Oktobers wurde das alte Schmiedhaus neben der Gemeinde, eine frühere Schmiede, mit Hausnummer 3 eines der ältesten Häuser von Taufkirchen, abgetragen.
Es hatte schon seit Jahrzehnten nur mehr als Wohnhaus gedient. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war dort unter primitiven Verhältnissen – das Haus war Gemeindeeigentum – die zweiklassige Flüchtlingsschule in einem Klassenraum untergebracht. Im gleichen Raum wurde nach Auflösung der Flüchtlingsschule bis zum Bau der neuen Volksschule eine Klasse unserer Volksschule geführt, die damals übergroße Raumnot zwang dazu.
Kurze Zeit vorher war das hinter dem Schmiedhaus gelegene alte Gemeindegebäude der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Seit 1944 waren dort ständig Flüchtlinge einquartiert gewesen, sodass es allgemein „Lager“ genannt worden war.
1961/62

Der Kathechet unserer Schule, Konsistorialrat Pfarrer Alois Flieher, ist plötzlich verstorben. Der langjährige Streit zwischen dem Verstorbenen und dem Leiter – privat und zuletzt auch dienstlich- ist damit beendet. De mortuis nihil nisi bene! 

Am Sonntag, dem 18. Dez. 1961 hielt der neue Pfarrer (Anm.: Franz Imlinger) seinen Einzug. An der kirchlichen und außerkirchlichen Feier nahmen mehrere Lehrkräfte der Volksschule teil.

1962/63Der Bezirksschulrat hat 9 Klassen bewilligt. Als neue Lehrkraft wurde Frl. Susanne Kubelka, eine Enkelin der verstorbenen Lehrerin Monika Gerngroß, unserer Schule zugeteilt. (Anm.: Susanne Kubelka, Schwester von Peter Kubelka, wird später eine bekannte Schriftstellerin).
1963

Ein großes Ereignis für Taufkirchen – Einweihung und Eröffnung des neuen Amtsgebäudes. 6 Lehrkräfte der Volks – und Hauptschule erhielten eine Wohnung in dem neuen Gebäude. 

31. Dez. 1963 – Dir Karl Ruttenstock wird in den Ruhestand verabschiedet. Er war seit seiner Heimkehr aus der französischen Kriegsgefangenschaft  im Frühjahr 1946 Leiter der Volksschule. 

Mit 1.1.1964 übernimmt Erwin Lehner die provisorische Leitung der Volksschule (und damit auch die Führung der Schulchronik. – Anm.).

1964

Und wieder wird einer ganz plötzlich aus unserer Mitte gerissen: Pater Emmerich Doninger. Eine tückische Krankheit raffte ihn innerhalb weniger Tage dahin. 

Münzenfund am 1. April 1964 –  Kinder fanden beim Abbruch des alten Pfarrhofes einen Schatz von Gold- und Silbermünzen, der in der Zwischenwand zwischen zwei Kellerräumen eingemauert war.

1965Taufkirchen begeht ein gemeinsames Fest, die Einweihung des neuen Pfarrhofes1966In diese Zeit (März/April 1966) fallen die ersten offiziellen Besprechungen über den „Polytechnischen Lehrgang“ – im Bürgermeisterzimmer mit Bezirkshauptmann Dr. Bauer und Bezirksschulinspektor Dittrich.
1966/67

Auf dem Gemeindeamt liegen die neuen Pläne von Arch. Krinninger auf. Mitte Oktober wird in einer gemeinsamen Besprechung in das Projekt „Aufstockung des gesamten Schulgebäudes“ (event. Anbau) – Einsicht genommen. Vorschläge zur Behebung der Schulraumnot werden gebracht. So müsste die Volksschule unbedingt 10 gleichwertige Klassenräume bekommen. 

Der erste Schnee fällt schon am 29. Oktober!

1968Ostermontag, 15.4.1968 – Die Pfarre Taufkirchen feiert ihre 8. Primiz seit 1945. Der Marianist Franz Ketter wird in seiner Heimatpfarre zum Priester geweiht.
1968/69Veränderungen im Lehrkörper: VL Bruno Huber wechselt von der Hauptschule an unsere Volksschule (Anm.: Huber wird später Landesschulinspektor).
1969/70Taufkirchen entwickelt sich zu einem Industrieort. (Neue Molkerei, Milchtrocknungswerk,…)
Auch der alte Bahnhof bietet wieder ein freundlicheres Bild für jeden Einheimischen und Fremden, der hier ankommt.
Unsere Schuldienerin nimmt Abschied: Frau Julie Straif. Es fällt ihr schwer!
1970Scharlachepidemie im Innviertel – In Taufkirchen/Pram wird Schulsperre erwogen.
30 Menschen, meist Schulkinder, sind erkrankt. Schulklassen mit mehr als 3 Erkrankungen werden vorübergehend geschlossen.
1971

An den Landesschulrat für OÖ wird wegen des Schulerweiterungsbaus ein Ansuchen um Vorverlegung des Schulschlusses gerichtet.

 Hauptschuldirektor Josef Schönecker wird der Titel „Konsulent“ verliehen. Damit findet die langjährige Arbeit Schöneckers auf dem Gebiet der Heimatpflege seine besondere Würdigung.

Das Schuljahr geht vorzeitig zu Ende: Am Samstag, 26. Juni 1971 ist Schlussgottesdienst. 

Abschied von Margret Bilger. Am 24. Juli 1971 verstarb die Taufkirchner Künstlerin. Taufkirchen hat mit ihr jene Frau und Künstlerin verloren, die den Namen dieses Ortes berühmt gemacht hat.

1971/72

Der Unterricht im neuen Schuljahr beginnt provisorisch und verspätet. Infolge des Schulerweiterungsbaus können die Räume der Volksschule erst am 27., September bezogen werden. Die versäumten Tage werden teilweise im Nachmittagsunterricht eingebracht.

Am 10. Oktober verstarb der Gemeindearzt Medizinalrat Dr. Bertl Schmiedbauer.

Die schulische Situation beim Um- und Erweiterungsbau der Schule:
Im Haus wird von den verschiedenen Handwerkern gearbeitet, nebenbei muss aber auch unterrichtet werden – für alle Beteiligten eine Belastung. Dem Leiter steht ein Schuljahr lang keine Kanzlei zur Verfügung, die Kollegenschaft hat kein Konferenzzimmer, nicht einmal einen Aufenthaltsraum außer den zugigen Gängen. Staub, Lärm, Unruhe im Schulhaus stören erheblich den Unterricht. Die beiden ersten Klassen sind im Pfarrheim untergebracht, ein Klassenzimmer steht im wochenweisen Wechsel zur Verfügung.

Mit 31.12.1971 tritt Konsulent Hauptschuldirektor OSR Schönecker in den Ruhestand. Mit Wirkung vom 1.1.1972 wird Hauptschullehrer Karl Scheurecker von der Landesregierung zum Hauptschuldirektor ernennt.

Der Ortsgemeinde Taufkirchen/Pram wurde von der o.ö. Landesregierung das Wappen verliehen. Die Verleihung stellt eine Anerkennung der Arbeit dar, die die Gemeinde seit 1945 geleistet hat. Das Wappen, der rote Taufstein zwischen den blauen gewellten Flächen, symbolisiert die alte Taufkirche im Tal des Pramflusses.

1972Am Ende dieses Schuljahres wurde die letzte Volksschul-Oberstufe aufgelöst.
1972/73

Erstmals ab diesem Schuljahr ist der Samstag unterrichtsfrei.

Pramdurchstich
Mit dem Durchstich der Pramschleife südlich des Ortes wurde das Ortsbild entscheidend verändert.

1973Am 27.4.1973 besuchte der Unterrichtsminister Dr. Fred Sinowatz – inoffiziell – beide Schulen.
Zum ersten Mal gibt es verlängerte Semesterferien. Sie heißen heuer Energieferien und wurden wegen der aktuellen Ölkrise eingeführt.
1974/75In den beiden 3. und 4. Klassen wird mit Beginn des Schuljahres die Fremdsprachliche Vorschulung (=Englisch) eingeführt. Bezirksschulinspektor Alois Dittrich scheidet aus dem Dienst, sein Nachfolger ist HD Hannes Schrattenecker.
1977/78Erstmals wird „Förderunterricht“ angeboten und durchgeführt.
1979

Wetterkapriolen im Mai.
Es schneit und das Thermometer zeigt bis -6 Grad.

Das Ende der „alten“ Schule
In diesen Tagen wird das alte Schulhaus am Ortsplatz abgerissen. Das Haus Nr. 12, das von 1839 bis 1953 als Volksschulgebäude diente, hatte seine Funktion erfüllt. Die Gemeinde ließ den Bau sanieren und konnte darin Wohnparteien unterbringen. Schließlich wurde das Gebäude an die Raiffeisenbank veräußert. Nach Schleifung der alten Schule wird dort das neue Raiffeisenkassengebäude entstehen.

Augezeichneter Erfolg für zwei Schüler beim Umweltschutz-Wettbewerb des Landes Oberösterreich (Engertsberger Thomas und Loher Reinhard). Die beiden gewinnen einen heimischen Baum für den Schulgarten. (Anm.: Der gewonnene Baum, ein Ahorn, überlebt die Pflanzung nur kurze Zeit. Der später gepflanzte Ersatzbaum, eine Linde, steht voraussichtlich bis 2007 im hinteren Schulhof. Er ist zu einem mächtigen Schattenspender herangewachsen, wird aber dem neuen Schulbau weichen müssen.). 

1983Im September 1983 bildet sich eine Initiative zur Gründung eines Elternvereins. Als Obmann wird Herr Leopold Schediwy gewählt.
1984

Hans Joachim Breustedt ist tot.
Viele Erinnerungen rief bei der Bevölkerung von Taufkirchen/Pram und bei den Kunstsinnigen in der weiteren Umgebung die Nachricht vom Tod des Malers Hans Joachim Breustedt hervor, der jahrelang an der Seite von Margret Bilger im Pramtal gelebt hatte. Sein Name wird mit dem seiner Frau Margret Bilger in der Gemeinde Taufkirchen lebendig bleiben.

Oktober: Der Landeshauptmann übergibt Herrn Hauptschullehrer Franz Grims das Konsulentendekret für Wissenschaft. Spezielles Forschungsgebiet des HS-Lehrers sind Moose, Pilze und Flechten. Grims ist Mitglied der Botanischen Arbeitsgemeinschaft am Landesmuseum.

1987Jänner:
Tod von HS-Direktor i.. OSR Josef Schönecker.
Dezember: Abschied von VS-Direktor Erwin Lehner, er übergibt die Amtsgeschäfte an seine Nachfolgerin SR Hermine Gimplinger.
1989Türke zieht als Wanderlehrer durch Innviertler Gemeinden (So die damalige Schlagzeile in der „Rieder Rundschau“. Anm.:)
Auch in Taufkirchen unterrichtet der beliebte türkische Wanderlehrer Izzet Öztürk.
1990

Übergabe der Leitung der Volksschule von VD Hermine Gimplinger an VD Herbert Loher (zuletzt 12 Jahre Leiter an der VS Eggerding). 

Dem bekannten und beliebter HS-Lehrer Franz Grims wurde der Berufstitel „Professor“ durch den Bundespräsidenten verliehen. 

Betonverflüssiger statt Milch getrocknet – Anrainer empört – Behörde stoppt Tests wegen Krebsgefahr – soweit die empörten Presseberichte, als bekannt wurde, dass im Taufkirchner Milchtrocknungswerk nicht nur Milch getrocknet wurde.

1991Einweihung des neuen Bauhofes, der Feuerwehrzeugstätte und des Musikprobenraums.
1992

September: Mag. Franz Gierlinger wird in sein neues Amt als Pfarrer von Taufkirchen /Pram eingeführt. Pfarrer Franz Imlinger wirkte 31 Jahre in Taufkirchen und geht nun in Pension.

Oktober: Geschichtsträchtiges Haus muss weichen.
Das Haus Taufkirchen Nr. 9 war das erste Postgebäude in der Gemeinde. Da es schon jahrelang baufällig war, wurde es nun abgerissen.

1993Die Standortsuche nach einer eigenen Bezirksmülldeponie erregt die Gemüter in der Bevölkerung, u. a. war auch ein Standort in unserer Gemeinde ( Schmoiglau) in Frage gekommen.
1993/94Nach dem Abschied von RR Schrattenecker als Bezirksschulinspektor wird Helmut Kumpfmüller als sein Nachfolger bestellt
1995Priesterweihe im Linzer Dom und Nachprimiz in der Taufkirchner Pfarrkirche für Volkmar Premstaller.
1996April: Altpfarrer Franz Imlinger verstirbt in seiner Wahlheimat Taufkirchen/Pram.
1998Umbau des Kindergartens.
Kaufhaus Ebner schließt das Geschäft.
1999

OSR HD Karl Scheurecker verstirbt nach längerem, schweren Leiden.

OSR Leopold Dantler tritt nach 40 Jahren Schuldienst, davon 19 Jahre als Leiter der HSTaufkirchen/Pram, in den Ruhestand. Er bleibt weiter Kustos der Taufkirchner Heimatstube.
Nachfolger als Direktor der Hauptschule wird Josef Kurz.

2002Der Euro ist da!
2003

Neuer Bezirkshauptmann (=Vorsitzender des Bezirksschulrates):
Dr. Rudolf Greiner folgt auf Dr. Alfred Kimberger.

VD Herbert Loher legt nach 13 Jahren die Leitung der VS Taufkirchen zurück und verabschiedet sich in den Ruhestand.
Mit der provisorischen Leitung wird der Volksschullehrer Redinger Karl betraut.

Der neue Taufkirchner Bürgermeister heißt Josef Gruber.

Die Gemeinde Taufkirchen erwirbt eines der Hauptwerke Margret Bilgers, das Glasfenster „Alles was Odem hat, lobet den Herrn“ („Die Jünglinge im Feuerofen“).

2004

Eröffnung des Bilger-Breustedt-Hauses zum 100. Geburtstag Margret Bilgers.

Jubelstimmung in Taufkirchen – Der Landeshauptmann gibt grünes Licht für die Neuerrichtung der Hauptschule, Volksschule, Musikschule und der Heimatstube.

2005

Erste Taufkirchner Kultur- und Museumstage.

Bezirksschulinspektor Helmut Kumpfmüller (ein gebürtiger Taufkirchner – Anm.) geht in Pension. Seinen Posten übernimmt bis zur endgültigen Besetzung HOL Part Peter.

2006

Der Architektenwettbewerb für das Schulzentrum ist abgeschlossen. Aus hundert Teilnehmern wird das Projekt des Architektenbüros Dietmar Feichtinger einstimmig zum Sieger gekürt.

Dr. Karl Hauer wird neuer Bezirksschulinspektor.

Errichtung der Nahwärmeanlage Taufkirchen/Pram.

2007

Ab in die Container heißt es Anfang des Jahres für ca. 400 Taufkirchner Schüler und deren Lehrer. (Anm.: Die Containerschule wurde westlich des Firmengeländes der Högl – Shoe – Group- GmbH errichtet.) Aufgrund des Schulneubaus werden die Schüler ca. 2 Jahre in den Containern unterrichtet.

Jänner: Der Jahrhundertsturm „Kyrill“ zieht eine Spur der Verwüstung durch das Land. Abgedeckte Dächer, zerstörte Scheunen und verwüstete Wälder bleiben zurück.

Startschuss für das „Jahrhundertprojekt“ Schulbau – Spatenstichfeier.

2008Das neuerbaute Pfarrheim wird eingeweiht.
2009Februar: 1. Tag im neuen Bilger – Breustedt – Schulzentrum.
Die Eröffnungsfeier findet am 6. Juni statt.
 Anmerkung: Der Wortlaut der Zusammenfassung wurde vom jeweiligen Chronisten übernommen.